Zu Besuch auf der Bodega Mandia Vell in Mallorca

Den Önologen Thomas Wambsganss, der aus einer südpfälzischen Winzerfamilie stammt und nun auf der Bodega Mandia Vell seinen ganz eigenen Stil pflegt, darf man den weinmachenden Pionier auf Mallorca nennen.

Vor über 14 Jahren kam der Südpfälzer als Weinmacher zum Weingut Castell Miquel und führte es zu einem Aushängeschild für Weine aus Mallorca. Nach 10 Jahren wagte er den Absprung in die Selbstständigkeit und fand seinen Lebenstraum auf einer abgelegenen Finca zwischen den Städten Manacor und Porto Cristo.

 

Auf dem Weingut „Mandia Vell“ lebt er im Einklang mit der Natur. Er ist in gewisser Weise ein „Eigenbrötler“,der die Einsamkeit mag und wenig Kontakt zu Besuchern bzw. Touristen pflegt..

 

Eigentlich ist es eine Ehre bei ihm einen Termin zur Besichtigung zu bekommen und wer nicht die genaue Beschreibung kennt, findet das Weingut auch nicht so einfach, da es keinerlei Wegweiser oder Torschilder gibt.

 

Wir hatten per Internet Kontakt und so standen wir pünktlich vor dem Gatter zur Finca und per Fernsteuerung öffnete er uns das Tor mit der langen Zufahrt zu den Gebäuden.

 

Die Ursprünge des Landgutes, das im östlichen Teil Mallorcas liegt, verbindet römische und iberische Einflüsse und ist eines der ältesten erhaltenen Landhäuser Mallorcas. Hierzu mehr untenstehend eine Beschreibung zur Finca.

Auf dem Landgut, das sich die Herstellung von hochwertigen Bio-Weinen auf die Fahnen geschrieben hat, werden die Trauben per Hand geerntet.Die Weine stellt Wambsganss im deutschen Stil her. Sie sind fruchtig, frisch und mit moderatem Alkoholgehalt. Tolle Terrassenweine entstehen dadurch.In Mandia Vell kultiviert er Sauvignon Blanc, Chardonnay, Cabernet, Merlot,Syrah,Tempranillo und Pinot Noir.

Die Probe der Weine spiegelte den Stil genau und sie sind lokal, geprägt vom Terroir.werden die Weine in Stahltanks und zum Teil in französischen Eichenfässern gelagert.

Auf seiner sorgfältig gepflegten Rebfläche von rund 5 1/2 Hektar werden so rund 20 000 Flaschen jährlich produziert und hauptsächlich auf der Insel vermarktet.

Gedüngt wird ausschließlich auf natürliche Weise. Schafdung (im Winter weiden Schafe auf den Rebfeldern der Bodega Mandia Vell), Kompost und natürlicher Dünger ersetzen chemische Konzentrate, so gedeihen die Pflanzen kräftig und robust und geben dem Wein seine typische Mineralität.

Die Qualität beginnt im Bio-Weinberg, wo er rund 70% biodynamisch bearbeitet. Hier werden die Anzahl der Trauben reduziert und Blätter entfernt.  

Auf der Finca gibt es Hühner, Schweine und demnächst auch Bienenvölker. Die Verbundenheit zur Natur ist dem sympatischen Weinmacher anzumerken.

Er produziert sein eigenes Gemüse, stellt Olivenöl her, schlachtet selbst die Schweine und Hühner und deckt so ziemlich seinen Eigenbedarf an Lebensmittel.

Die größte sichtbare Veränderung sind die neuen Mandia Vell Flaschen aus Steingut.Die Flaschen kosten schon in der Herstellung weniger Energie und durch die 5mm dicke Flasche kommt kein Licht. Der Wein bleibt dadurch länger frisch und die Temperatur gleicht sich langsamer aus.

Die Tonflaschen bewirkt einen optimalen Energieaustausch, der sich im Geschmack und der Lagerung darstellt. Im Ton reift der Wein natürlicher. Auch hier geht es um eine Rückbesinnung. Dazu gehört auch, so wenig wie möglich in die Natur einzugreifen. Das Ergebnis sind herrlich charakteristische Weine sowohl in Weiß, Rosé und in Rot.

 

Beschreibung der Finca:

 

Die Finca ist ein historischer Gebäudekomplex. Sie ist eines der drittältesten Grundstücke auf der Insel.

Erstmals erwähnt im Jahre 1263. Die Insel war bis 1259 in maurischer Hand. 1259 wurde die Insel erobert. Im krieg hat sich damals ein Soldat mit dem Namen Pere von Mandia besonders bewährt und hat dieses Grundstück vom König für seine Dienste geschenkt bekommen.

 

Die Finca liegt auf einem Hügel in 97 Metern Höhe. Die Hauptgebäude aus massivem Stein erbaut, haben den Charakter einer kleinen Festung.

Die Vorderfront steht unter Denkmalschutz und ist der älteste Teil von dem was erhalten ist.

 

Bei den Häusern auf der linken Seite befindet sich ein arabisches Lazarett aus dem neunten Jahrhundert. Und auf der rechten Seite eine der ältesten Kapellen die es auf der Insel gibt.

 

Das auf dem Hügel aber schon viel früher Menschen gesiedelt haben, beweist ein Fund aus prähistorischer Zeit.Die Eigentümer entdeckten dort bei Aufräumarbeiten ein Steinrelief. Eingeritzt in eine kleine Felsformation sind die Konturen eines Gesichts zu erkennen. Diese Maske ist 3000 Jahre alt und archäologisch belegt.

 

                                                       Homepage von Mandia Vell :  www: mandia-vell.com

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