Eisweinlese der Ernte 2018 am 21. und 22.01.2019

Im Schein des Blutmondes erfolgte in der Nacht vom 20.01. auf den 21.01.2019 vielerorts die Eisweinernte in der Pfalz ,Rheinhessen, Saale und an der Bergstrasse.

Dank der aktuellen frostigen Temperaturen konnten am 21. Januar doch noch einige Winzer in verschiedenen Anbaugebieten erfolgreich Eisweintrauben ernten.

 

Andere warteten noch die Nacht zum 22. Januar ab, die wie vorausgesagt die kälteste dieses Winters bisher war.

 

Für Eiswein werden Temperaturen von mindestens minus sieben Grad Celsius. Doch je kälter es wird, desto höher ist der Konzentrationseffekt in den Traubenbeeren, was bei den sehr süßen Trauben dieses Jahrgangs, sehr von Vorteil ist.

 

In Franken sank am vergangenen Wochenende das Thermometer schon bis auf minus zehn Grad Celsius. Auch an der Mosel, im Rheingau, in Rheinhessen oder der Pfalz freuen sich bereits einzelne Weingüter über die edelsüße Spezialität.

 

Bereits am 9. Januar hat ein Weingut in Erzingen (Landkreis Waldshut) am Bodensee in den frühen Morgenstunden 420 Liter Eiswein der Sorte Spätburgunder geerntet und am 26. Dezember zwei Betriebe an der Nahe bei minus acht Grad Celsius von der Sorte Riesling. Die erste Eisweinlese des Jahrgangs 2018 fand am 28. November an Saale-Unstrut statt. Der bei minus sieben Grad gelesene Gewürztraminer kommt allerdings nicht in den Verkauf, sondern wird als Dosage für einen Schaumwein der gleichen Rebsorte verwendet.

 

Geschmackliche Fülle mit wenig Alkohol

 

Eisweine sind die Krönung eines Weinjahrgangs. Ihr Geheimnis liegt in der dichten Konzentration der Beereninhaltsstoffe. Bei den frostigen Temperaturen gefriert das Wasser in den Beeren und verbleibt in der Weinpresse. Von der Kelter tropft der Saft dann zuckersüß wie Honig. Moste mit derart hohen Zuckergehalten können von den Hefen nur sehr mühsam zu Wein vergoren werden. Dementsprechend haben Eisweine in der Regel sehr hohe natürliche Restzuckergehalte von weit über 100 Gramm pro Liter, weisen aber im Gegensatz zu südländischen Süßweinen nur relativ geringe Alkoholgehalte auf - oftmals nur um sieben Volumenprozent.

 

Das besondere dieser edlen Tropfen ist, dass sie diese enorme Restsüße, dank der frischen Fruchtsäure dennoch nicht aufdringlich wirkt. Als Rarität und Spezialität genießen sie große internationale Anerkennung.

 

Eisweine sind grandiose Begleiter festlicher Anlässe und eignen sich hervorragend zum Aperitif. Als Menübegleiter empfehlen sie sich zu fruchtigen Desserts, Eis oder Sorbets.

 

Gering, dafür aber umso erstklassiger ist 2018 die Ausbeute bei Beerenauslese und Trockenbeerauslese.

 

Quelle: Zum Teil übernommen vom Deutschen Weininstitut.

 

 

Bildmaterial von mir zugesandten Beiträgen einzelner Weingüter in der Pfalz, Franken und Rheinhessen.