Sind Kammerpreismünzen noch zeitgemäß ?

Gedanken zur Prämierung von Wein und Sekt.............

 

Vorab.......

 

Glückwunsch an die vielen Winzer die bei der Weinprämierung der Landwirtschaftskammer ausgezeichnet wurden.

 

Es ist sicherlich auch ein Ansporn untereinander seine Qualitätserzeugung so zu präsentieren.

 

16.000 Qualitätsweine und Sekte werden angestellt bei der Landwirtschaftskammer.

 

Davon werden regelmäßig zwischen 70 und 80 % mit einer Kammerpreismünze in Gold, Silber oder Bronze ausgezeichnet.

 

Ist dies nun was besonderes ?

 

Bei der inflationären Vielzahl an Weinwettbewerben und Prämierungsgremien in der Weinwelt zeigen meine Erfahrungen mit einem eigenen überregionalen Spezialitäten Vertrieb in über 25 Jahren (1983-2008) auf Weinmessen und in Feinkostläden / Vinotheken in Deutschland und im Ausland jedoch anderes auf.

 

Ebenso erfahre ich in den letzten 10 Jahren als Weinjournalist wie dies in die Bewertungen bei den Endverbrauchern ankommt.

 

Ein Grossteil von Fachbesuchern und Käufer interessiert überhaupt nicht wenn solche Aufkleber auf den Flaschen sind und von wem.

Zuletzt sagte mir ein Besucher:

 

Diese Winzerolympiade brauch ich nicht.Da ist die Anzahl der Auszeichnungen einfach zu viel.

 

Aber dies muss ja jedes Weingut für sich entscheiden ob es dies als sinnvoll erachtet.Sicherlich zählt dies für viele auch zum Marketing.

 

Man sollte aber auch bitte beachten, dass viele unserer Top-Weingüter an solchen Wettbewerben überhaupt nicht teilnehmen. Dadurch ist natürlich auch eine Verzerrung des Gesamtbildes nach aussen gegeben.

 

Immer mehr fließt die Bewertungen in Weinguide/Weinführern ein.

 

Dies hängt aber auch damit ab in welchem Preissegment man sein Wein verkauft oder auch verkaufen kann.