Wirrwarr auf den Etiketten beenden !

Der Deutsche Weinbauverband (DWV) will Ordnung schaffen im Bezeichnungsdschungel der Etikettenbeschriftung.

 

Wie in Frankreich, Italien und Spanien soll die Herkunft des Weins auf dem Etikett für Qualität bürgen und nicht mehr bloß als Geburtsort der Trauben verstanden werden. Der Verband plant ein sechsstufiges Pyramidensystem.

 

Ganz unten stünde der Wein ohne Herkunftsangabe, in der Mitte der Landwein, ganz oben der Wein einer einzigen Rebfläche.

 

Das Prinzip also:

 

Je enger die Herkunft auf dem Etikett gefasst wird, vom Gebiet über den Ort bis zur Lage, desto höher ist die Qualität. Bis jetzt steht die deutsche Weinpyramide auf dem Kopf. Noch gibt es jede Menge Qualitäts- oder Prädikatswein.

Bezeichnungen wie Classic oder Selction sollen zusätzlich Orientierung geben. Tun sie aber derzeit nicht.

 

Auf Zustimmung stößt die geplante Reform beim Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP).

 

Kein Wunder, denn die Vereinigung von etwas 200 Spitzenwinzer verfährt genauso bei der Kennzeichnung ihrer Produkte. Die Herkunft als entscheidendes Kriterium, verbunden mit strenger Qualitätskontrolle.

An der Spitze steht das "Große Gewächs", das die Franzosen "Grand Cru" nennen.

 

Laut DWV Präsident Klaus Schneider, soll noch in der laufenden Legislaturperiode die Reform des Weingesetzes angestoßen werden, mit der man die Vorgaben der Europäischen Union erfüllen will.

 

Doch es gibt unterschiedliche Interessen von Weingütern, Kellereien und Genossenschaften.

 

Für manche könnte die Existenz auf dem Spiel stehen.

 

Für mich stellt sich die Frage wie verhalten sich die sogenannten Etikettenkunden ?

 

Es bleibt abzuwarten ob sich dies durchsetzt.

 

Sicherlich wäre es für den bewussten Weinkäufer zu begrüssen wenn die geplante Reform sich auf dem Markt etabliert.