K ä l t e......... Schwieriger Kampf gegen den Frost..........................................................................                                  

In diesem Jahr sind bedingt durch den frühen Austrieb mehr Schäden zu erwarten.

Noch waren es in der Pfalz Plusgrade bis heute morgen (18.04.2017).

z.B. um 7 Uhr in Maikammer/Südpfalz 2 Grad plus.

________________________________________________________________________________________

Die ersten Schäden melden per Bild Winzer aus der Champagne  am 19.04.2017.

-2 degrés ce matin et déjà quelques dégâts !!! On croise les doigts pour le reste de la semaine !!!!! 😥😱😓  

Übersetzt: 2 Grad heute morgen und schon einige Schäden!!! Drück die Daumen für den Rest der Woche!!!!! 😥😱😓

Heute am Donnerstag, den 20.04.2017 kommen so langsam die Schadensmeldungen und die Bilder rein.

Eine kleine Übersicht folgt jetzt:

Bild Neustadt-Hambach  Quelle: Nickel

Bild mit Schnee vom 19.04.2017 gegen 12.00 Uhr mittags bei Wachenheim Höhenlage, Richtung Burg.

Schadensbegrenzung /Versuch  Lukas Krauß Lambsheim

Bild aus Rheinhessen 5.00 Uhr morgens am 20.04.

Folgende Bilder zeigen Maßnahmen zur Kälteabwehr..........................................Fackeln und Hubschraubereinsätze.

Sieben Helikoptern stieg am frühen Donnerstag kurz vor dem Sonnenaufgang am Dürkheimer Flugplatz auf, um in kältegefährdeten Mulden und Senken beider Rebgemarkungen den Bodenfrost aufzulösen: Die Rotoren verwirbeln in zehn bis zwölf Metern Höhe die Luft über den Wingerten, die dadurch nicht gefrieren kann. Die Frostabwehrgemeinschaften beider Weinbaugemeinden hatten sich separat voneinander vor drei Jahren gegründet, ihnen gehören jeweils 30 bis 40 Winzer an. Pro Hektar überflogene Rebfläche zahlen die Betriebe 150 Euro. Auch im benachbarten Niederkirchen sollten zwei Piloten aufsteigen, Hier war es der zweite Frosteinsatz per "Heli", an dem diesmal allerdings nur zwei Weingüter beteiligt waren.
2.Lukas Krauß aus Lambsheim meldete gestern : Heute Nacht soll es sehr kalt, sogar frostig werden. Mit Hilfe von Buchenbriketts werden wir versuchen die Temperaturen über Null Grad zu halten.
Diese haben wir heute in den Weinbergen verteilt und werden dieses heute Nacht bei bei Bedarf ab 3 Uhr anzünden. NACHTSCHICHT!
Bild könnte enthalten: Text

Meldungen vom Deutsches Weininstitut :-( :-(

Volker Barth, Lonsheim: "Gekämpft, doch leider verloren. Mit diesen Temperaturen hatte ich nicht gerechnet. In spätestens zwei Tagen erkennen wir das Ausmaß der Frostschäden."

 

Auch in Nierstein bei Theo Gehring haben Weinerzeuger vergangene Nacht versucht, die schlimmsten Frostschäden zu verhindern. Bei Temperaturen von bis zu minus 7 Grad allerdings leider stellenweise ein unmögliches Unterfangen. Erst in den nächsten Tagen wird das Ausmaß der Frostschäden erkennbar

Info. Quelle/Tageszeitung

VG RHEIN-SELZ - In der Nacht zum Donnerstag ist das Thermometer an einigen Stellen in der Verbandsgemeinde Rhein-Selz auf bis minus sechs Grad gesunken. Die Kältegrade ließen viele Winzer bibbern – nicht nur wegen der Kälte, sondern um ihre Erträge. Die plötzliche Frostwelle kann „stellenweise gravierende Auswirkungen“ auf den Jahrgang 2017 haben, befürchtet Sieghard Spies, Weinbauberater beim Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum in Oppenheim. Und auch wenn die Nacht auf Donnerstag laut Prognosen bereits den Temperatur-Tiefpunkt beschert haben soll und es nun wieder wärmer werden könnte, gibt der Experte vorerst keine Entwarnung: „Das Zittern ist noch nicht vorbei.“

Dass es um diese Jahreszeit nachts noch einmal richtig kalt werden kann, sei „nicht ungewöhnlich“. Spontan nennt Spies den 21. April 1997 und den 4. Mai 2011, an dem es ähnliche Temperaturstürze wie jetzt gegeben habe. Weil allerdings der Rebaustrieb in diesem Jahr dank milder Temperaturen zwei bis drei Wochen früher als üblich begonnen hat, drohen nun zahlreiche Triebe zu erfrieren. „Sie werden braun und fallen ab, die Stöcke brauchen länger bis zur Reife und geben weniger Ertrag“, beschreibt Spies drastisch die Folgen.

Eine genaue Bestandsaufnahme war für ihn am Donnerstag noch nicht möglich, Tendenzen sind allerdings erkennbar. Besonders betroffen sind wie immer in solchen Fällen Tieflagen und Senken, in denen sich die Kälte sammelt. Explizit nennt Spies die Unterfeld-Lagen am Rhein bei Oppenheim, Dienheim, Ludwigshöhe und Guntersblum. „Den klassischen Hanglagen an der B9 ist dagegen wahrscheinlich nichts passiert.“ Auch der Rote Hang und die Hölle bei Nierstein sollten dank der Nähe des Rheins vom Erfrieren verschont bleiben. Oftmals reicht es schon, dass es für zwei bis drei Stunden Frost gibt, um verheerende Schäden zu verursachen. Besonders empfindlich reagiere der Dornfelder auf die Kälte.Tieflagen und Senken besonders betrof

Die Möglichkeiten der Winzer, ihre Wingerte davor zu schützen, sind laut Spies sehr begrenzt. „Man kann die Begrünung runterschneiden und auf die Bodenbearbeitung verzichten, damit sich die Kälte nicht rund um die Stöcke festsetzt, aber das ist nicht entscheidend“, sagt der DLR-Fachmann. In Ludwigshöhe seien vor einigen Jahren Hubschrauber eingesetzt worden, um die Luft zu verwirbeln und so zu erwärmen. Darauf hat man diesmal verzichtet, „weil die Kaltluftschicht diesmal viel zu hoch liegt“. An einigen Orten wie zum Beispiel in Köngernheim sollen in der Nacht offene Feuer angezündet worden sein, um den Reben etwas Wärme zu spenden.

 

Grundsätzlich scheint es so, als ob die Rheinschiene die bisher kälteste Nacht des Frühjahrs besser überstanden hat. Aus Gemeinden wie Dittelsheim-Heßloch, Wöllstein, Sprendlingen und Selzen wurden dagegen massive Probleme gemeldet. Noch ärger schlug die Kälte offensichtlich an der Nahe, an der Mosel und in der Pfalz zu.

Quelle/Bericht DIE RHEINPFALZ vom 21.04.2017

NEUSTADT. Die Rückkehr des Winters hat Bauern und Winzer in große Sorgen versetzt. In der Nacht zum Donnerstag sackten ihren Befürchtungen gemäß die Temperaturen in der Pfalz teils so tief und anhaltend unter null, dass es vor allem in Weinbergen, aber auch in Obstanlagen Schäden von noch unbekanntem Ausmaß gab. Zur Abwehr der Gefahr wurden nach Möglichkeit diverse Schutzmaßnahmen ergriffen – von der Frostberegnung bis zu Hubschrauber-Einsätzen.

 

Als „stellenweise erheblich“ bezeichnete Jürgen Oberhofer vom Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) in Neustadt die durch den Spätfrost entstandenen Schäden in Weinbergen. Erste „verlässliche Einschätzungen“ zum Ausmaß könnten aber erst im Verlauf der nächsten Tage getroffen werden. Schon jetzt seien deutliche Unterschiede je nach Sorte und Entwicklungsstand der Reben erkennbar.

Insgesamt sind diese damit im Vergleich zum langjährigen Mittel aufgrund des zunächst warmen Frühlingswetters deutlich voraus. Weshalb ihnen die eisige Kälte – die in der Nacht auf Donnerstag im Weinbaugebiet Pfalz Werte von bis etwa minus sieben Grad erreichte – umso mehr anhaben konnte.

Sowohl im Wein- als auch im Obstbau gebe es Frostschäden von – auch je nach Sorte und Lage – „sehr unterschiedlichem Ausmaß“, äußerte sich diesbezüglich gestern Andreas Köhr, Sprecher des Bauern- und Winzerverbandes (BWV) Rheinland-Pfalz Süd, ebenfalls zurückhaltend. Der Obstbau scheint zumindest bei der ersten Spätfrostnacht nach Aussagen einiger anderer Fachleute, darunter Ingo Schick, Vorsitzender des Großmarktes in Weisenheim am Sand, „mit einem blauen Auge davongekommen“ zu sein. Vorerst keine Einschätzung zu den Schäden abgeben wollte Obstbauexperte Dirk Metzlaff vom DLR. Wie er zum Entwicklungsstand der Obstbäume erklärte, ist bei einem Großteil die Vollblüte schon vorbei. Doch seien auch die kleinen Fruchtansätze frostempfindlich. Er betonte aber, dass sogar nur zwischen fünf und 20 Prozent der Blüten noch für einen Vollertrag ausreichten.

Sowohl in Obstanlagen als auch auf Kartoffeläckern wurde nach Möglichkeit die Frostschutzberegnung genutzt, um zu versuchen, die Gefahr durch die Minusgrade abzuwehren. Wie Dirk Gerling, Bezirksgeschäftsführer des Bauern- und Winzerverbandes im Bereich Vorder- und Südpfalz, dazu erklärte, bildet das gefrierende Wasser einen Schutzpanzer aus Eis um die Pflanze. „Durch das Gefrieren des Wassers wird Erstarrungswärme freigesetzt und dadurch die Temperatur angehoben.“

Über Weinbergen bei Niederkirchen und Rupperstberg sowie erstmals auch in Ellerstadt und Bad Dürkheim waren zwecks Verwirbelung der Luftschichten Hubschrauber im Einsatz. Dabei war es diesmal aber anders als in vergangenen Jahren problematisch, dass sie, so Gerling, erst eine halbe Stunde vor Sonnenaufgang starten dürfen. Denn in der Nacht auf gestern sanken die Temperaturen im betreffenden Bereich schon vor Mitternacht unter die Null-Grad-Marke und es war über Stunden eisig kalt, bevor die Maschinen aufsteigen konnten – weshalb es teils trotzdem zu Schäden an den Reben kam.

In Neustadt-Duttweiler schalteten sich ab 22 Uhr automatisch die neun dort fest in Weinbergen installierten Windräder ein. Diesmal war es jedoch laut Reinhard Bossert, der dieses Projekt mitinitiierte, nicht möglich, die Temperaturen in der Rebenzone über die Frostgrenze anzuheben. Denn dazu waren auch die durch die Rotoren nach unten beförderten oberen Luftschichten zu kalt. Immerhin seien aber Werte von minus eineinhalb bis minus zwei Grad erzielt worden. „Im Prinzip sind wir schadensfrei“, stellte Bossert hinsichtlich der Rebflächen im Windräderbereich nach deren Einsatz am Donnerstag zufrieden fest.

Fazit am Freitag,den 21.April 2017

 

Ein schwieriger Kampf gegen den Frost. Trotz umfangreicher Maßnahmen haben die Winzer in verschiedenen Lagen einen Komplettausfall zu beklagen.

 

Schlapp hängen frische Triebe an den Reben, verfärben sich von Grün zusehends in Braun und beginnen zu vertrocknen. An den von dem Kälteeinbruch hart getroffenen Weinbergen waren die Auswirkungen gestern auch für Nichtfachleute bereits zu erkennen.

 

Es gibt sowohl im Wein- als auch im Obstbau Frostschäden.

Insbesondere in tieferen Lagen der Mittelhaardt Pfalz sowie der Südpfalz sind erhebliche Schäden sichtbar.

In Rheinhessen werden ebenso massive Schäden gemeldet.

 

Frühe Rebsorten wie Dornfelder und Muskateller haben die meisten sichtbaren Schäden.

 

Es bleibt jetzt abzuwarten wie die Temperaturen der nächsten Tagen sind.

 

Bei Temperaturen in der Fläche wie 7 Grad Minus  (Ellerstadt) können einfach keine Gegenmaßnahme greifen.

 

Man muß jetzt abwarten. Kommt noch mal Frost ?

 

Und man muß den weiteren Austrieb an den beschädigten Reben begutachten.

 

Gleichzeitig denkt denkt man mit flauem Gefühl an die bevorstehenden Maifröste.

 Drücken wir den Winzern die Daumen.

 

Mein Vater (alter Winzer von jetzt knapp 90 Jahren) sagte immer:

Unsere Werkstatt ist im Freien. Da muß man mit allem rechnen.

Darum nie zu hoch pokern und zuviel Risiko eingehen

 

 

 

Dienstag,den 25. April 2017

Meldung von Montag 24.04.2017

 

NEWS....Frische Schäden auf Feldern durch nächtliche Kälte.

 

Erneuter Spätfrost hat in der Nacht auf gestern Bauern und Winzern in der Pfalz zum Teil weitere Schäden beschert. Getroffen hat es wieder vor allem Reben und stellenweise auch den Obstbau,

Quelle - Die Rheinpfalz vom 25.04.2017