Herbst-News 2016

Mainz – Weinbauminister Dr. Volker Wissing lässt die Säuerung von Trauben, Most, teilweise gegorenem Traubenmost, Jungwein und Wein des Jahrgangs 2016 in allen rheinland-pfälzischen Anbaugebieten zu. Eine entsprechende Allgemeinverfügung des Ministeriums wird in Kürze veröffentlicht werden.

Von der Regelung ausgenommen werden Erzeugnisse, die für die Gewinnung von Prädikatswein mit dem Prädikat Eiswein vorgesehen sind, da Eiswein typischerweise durch einen ausgeprägten natürlichen Säuregehalt gekennzeichnet ist.

Während das Weinjahr aufgrund der starken Niederschläge im Mai und Juni lange einen Vegetationsrückstand aufwies, hat sich nun das Blatt gewendet. Seit vier Wochen herrscht eine Trockenperiode mit teils sehr heißen Temperaturen. Die hohen Temperaturen, die geringe Wasserversorgung und die starke Sonneneinstrahlung auf überwiegend entblätterten Trauben führen zu einem sehr raschen und starken Abbau der Säure.

Hinweis:

Zu beachten ist, dass die Säuerung und die Anreicherung sowie die Säuerung und die Entsäuerung ein und desselben Erzeugnisses ausgeschlossen sind. Da jedoch Trauben, Most, gärender Most, Jungwein und Wein rechtlich als verschiedene Erzeugnisse gelten, sind beispielsweise die Anreicherung von Traubenmost und die nachfolgende Säuerung als Wein durchaus möglich. Wenn im Moststadium gesäuert wird, darf die Anreicherung aus rechtlichen Gründen erst nach Gärbeginn erfolgen; falls der Most angereichert wird, darf dementsprechend auch die Säuerung erst später erfolgen.

Rheinland-Pfalz: Wissing setzt Mindestmostgewicht für Dornfelder herab

Mainz – Landwirtschaftsminister Volker Wissing unterstützt die Winzer gegen die Bedrohung durch die Kirschessigfliege. Der Minister hat das Mindestmostgewicht für Dornfelder herabgesetzt, um eine frühere Lese der Trauben zu ermöglichen.

 

Minister Volker Wissing hat nach einem Gespräch mit den Weinbauverbänden heute die Entscheidung getroffen, das Mindestmostgewicht für Dornfelder in diesem Jahr ausnahmsweise von 68 auf 65 Grad Oechsle abzusenken. Hintergrund ist die Bedrohung der Ernte durch die Kirschessigfliege.

Minister Wissing hatte bereits im Juli in einer Besprechung mit den Weinbauverbänden der Winzerschaft seine Unterstützung für den Fall zugesagt, dass die Befallslage durch die Kirschessigfliege dies erfordern sollte. Die hierfür notwendige Verordnung wurde vorbereitet und wird umgehend in Kraft gesetzt.

Bedingt durch die Niederschläge am vergangenen Wochenende in Verbindung mit kühlen Nächten und Tagestemperaturen unter 30 Grad herrschen zurzeit sehr günstige Bedingungen für Flug und Eiablage sowie Larvenentwicklung der Kirschessigfliege. Die Beeren befinden sich im anfälligen Stadium. Die Staatliche Beratung hat erhöhte Eiablageraten festgestellt und zum Handeln aufgerufen. Darüber hinaus wird Minister Wissing bei dem zuständigen Bundesministerium die erhöhte Anreicherung für Rotweine beantragen. Über weitergehende Maßnahmen wird jeweils kurzfristig bei sich verschärfender Situation entschieden. Hierzu wurde mit der Winzerschaft und den Kellereien sowie anderen weinbautreibenden Ländern eine enge Absprache vereinbart.