Herbst 2016  Lesebeginn in der Pfalz

 

 

Geringere Menge in diesem Jahr erwartet.

 

 

In der Pfalz hat am Mittwoch, den 14.09.2016 die Weinernte begonnen.

 

Geerntet werden die Rotweinsorten Regent, Acolon und Dornfelder. Entweder mit der Hand oder dem Vollernter.

 

Auch der Riesling steht schon in den Startlöchern.

 

Rote Weintrauben an einem Weinstock

 

Grund für den nun doch frühen Lese-Beginn sei das sonnige Wetter, hieß es. Ein Sprecher des Bauern- und Winzerverbandes sagte, dass vor allem die hohen Temperaturen von über 30 Grad den Weinreben in den vergangenen Wochen gut getan hätten.

 

Viel Regen im Juni und Juli

 

Im Juni und Juli war wegen des vielen Regens noch mit einem deutlich späteren Lesebeginn gerechnet worden. Jetzt beginnt die Weinlese zur gleichen Zeit wie im vergangenen Jahr. Gelesen werden in der Vorder- und Südpfalz aktuell vor allem die Rotwein-Sorten Regent und Acolon. Auch Dornfelder-Trauben werden bereits verarbeitet.

 

Trauben reif und gesund

 

Nach Angaben des Dienstleistungszentrums Ländlicher Raum in Neustadt (DLR) sind die Trauben reif und gesund, nichts spreche gegen eine Lese. Auch der Pfälzer Riesling könne eventuell schon in zwei Wochen geerntet werden, so ein Sprecher.

 

 

 

Auszug "Die Rheinpfalz" vom 15.09.2016

 

Neustadt/Weinstraße (dpa) - Die Winzer in Deutschland erwarten in diesem Jahr eine etwas geringere Erntemenge als im langjährigen Durchschnitt. Der Schädling Falscher Mehltau hatte sich durch den feuchten Frühsommer stark ausgebreitet und in fast allen Regionen zu Ausfällen geführt, wie das Deutsche Weininstitut am Montag mitteilte. Die Winzer mussten viel Pflanzenschutzmittel spritzen und entlauben, damit die Trauben schneller abtrocknen konnten.

Die offizielle Weinlese in Deutschland begann mit der Ernte der ersten Trauben für den Federweißen in Neustadt an der Weinstraße. Die Winzer dort ernten zunächst die frühreife Sorte «Solaris» - und zwar traditionell mit der Hand, ohne den Einsatz von Maschinen. In den kommenden Tagen soll auch in den anderen Anbaugebieten die Lese für den halbvergorenen Wein beginnen. Die Hauptlese dürfte Mitte bis Ende September starten.

Der zehnjährige Durchschnitt liegt bei neun Millionen Hektolitern Wein. 2013 und 2010 waren unterdurchschnittliche Jahrgänge. Die Ertragsrebfläche ist seit Jahren auf etwa 100 000 Hektar festgeschrieben. Wenn der Herbst nun sonnig und trocken werde, dann könne dies in Verbindung mit der ausreichenden Wasserversorgung einen guten Jahrgang ergeben, sagte eine Sprecher des Weininstituts.

 

Folgt -   Auszug - Deutsche Weinbau

Auszug "Der Deutsche Weinbau"

"Vorlese" - Montag, den 22.08.2016

 

Die Winzergenossenschaft Weinbiet im pfälzischen Mußbach machte heute den offiziellen Auftakt der Weinlese des Jahrgangs 2016. Zusammen mit der Pfälzischen Weinkönigin Julia Kren, Verantwortlichen der Gebietsweinwerbung Pfalzwein, des DLR Rheinpfalz und der Winzergenossenchaft Weinbiet konnten Pressevertreter die ersten Ortega- und Solaristrauben des aktuellen Jahrgangs ernten. Die Mostgewichte der frühreifenden Sorten lagen zwischen 65 und 85 Grad Oechsle.

In einer anschließenden Pressekonferenz kündigten Rheinhard Bossert, Vizepräsident des Weinbauverbandes Pfalz, sowie Dr. Günter Hoos, Direktor des DLR Rheinpfalz, einen Jahrgang an, der mengenmäßig wohl unterdurchschnittlich ausfallen wird, der sich aber qualitätiv noch sehr gute entwickeln könne. Die Ernteerwartungen für die Pfalz liegen derzeit bei etwa 1,9 bis 2,0 Millionen Hektoliter - etwa 10 bis 20 Prozent unter dem langjährigen Mittel (2,2 Millionen Hektoliter). Deutschlandweit zeige sich ein regional sehr unterschiedliches Bild. Einige Regionen seien stärker von Peronosporaschäden beeinträchtig als andere. Laut Ernst Büscher haben gerade die östlichen Anbaugebiete weniger stark unter Peronospora gelitten.  Abschließende Ernteprognosen wollte allerdings noch keiner der Experten abgeben, da man noch mit einer Bedrohung durch die Kirschessigfliege und mit Vogelfraß zu rechnen habe. Der milde Winter und die gute Wasserversorgung haben für ein ungewöhnlich starkes Wachstum der Populationen bei Insekten aber auch bei Vögeln gesorgt. 

Der momentane Gesundheitszustand der Trauben und die etwas spätere Reife sprechen laut Hoos für eine lange Vegetationsphase und somit für eine gute Aromenausprägung in den Beeren.  Gerade für die Bukettsorten sehen die Experten also gute Voraussetzungen. Trotzdem riet Hoos den Winzern nicht zu spät mit der Lese zu beginnen und sich auf die Gesundheit der Beeren zu konzentrieren. Dann, so waren sich die Fachleute einig, kann 2016 ein Jahrgang werden, der den Verbraucherpräferenzen nach fruchtbetonten Weinen mit moderaten Alkoholgehalten entspräche.