Kleine Pfalztour mit Holländischen Weinbrüdern am 6. April 2016

Am Mittwoch,den 06.April war ich mit zwei Holländischen Weinbrüdern unterwegs in den Weingütern Reichsrat von Buhl, Deidesheim, Weingut Hammel & Cie., Kirchheim an der Weinstrasse sowie den Niederkirchener Weinmachern.

 

Ziel war es den zwei Weinbrüdern die Pfalz und die Weine,Weinherstellung und Sekte zu zeigen um ihren zukünftigen Einkauf mehr auf die Pfalz zu lenken.

Obige Bilder aus dem Internetauftritt von Reichsrat von Buhl übernommen.

Zuerst am morgen um 10.00 Uhr zur Sektprobe bei Reichsrat von Buhl.

 

Herr Küsters war so nett und hat uns die drei Sekte zum verkosten eingeschenkt und auch die einzelnen Abläufe zu den Sekten von Rebsorte,Weineinlagerung bis zur Füllung usw. erklärt.

2014 VON BUHL Riesling Brut

2014 VON BUHL Riesling Brut

Der Nachfolger unseres "Erstgegorenen" ist da! Genau wie schon im Jahrgang 2013 hat Mathieu Kauffmann die klare, straffe von Buhl-Stilistik durchgezogen. So präsentiert sich auch unser 2014er von Buhl Riesling brut mit filigraner, vielschichtiger Aromatik und markanter, belebender Säure.

2014 Von Buhl Rosé Brut

2014 Von Buhl Rosé Brut

100% Spätburgunder, wie alle von Buhl Weine und Sekte 100% Pfalz, 12 Monate auf der Hefe gereift, pünktlich dégorgiert für den Sommer und wie Sascha Speicher, Chefredakteur des Sommelier Magazins schreibt „endlich auch ein Rosé brut, der so richtig knallt“. Streng limitiert auf sechs Flaschen pro Bestellung.
0,75 l
12,5 %
Weinmanufaktur
2014
Trocken

VON BUHL Reserve brut

VON BUHL Reserve brut

Eine Cuvée aus Weißburgunder & Chardonnay - das "sanfte" Geschwisterchen des Riesling brut...
0,75 l
12,5 %
Weinmanufaktur
Trocken

Wir kauften einges an Flaschen ein.

Danach ging es um 11.00 Uhr zu den Niederkirchener Weinmachern.

Hier wurden wir sehr nett vom Kellermeister Thomas Münch und seinem Team begrüsst.

Zum Auftakt einen Riesling Sekt und danach zur Kellerführung.

Weinmacher mit Persönlichkeit

Textauszug aus dem Internetauftritt der Weinmacher

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Wir Weinmacher aus Niederkirchen sind Winzer mit bewährtem Können, innovativen Ideen und technischem Know how. Unsere Weine bauen wir nach modernsten Erkenntnissen aus. Das hat Tradition. Seit mehr als einem Jahrhundert fühlen wir uns verpflichtet, beste Weine in der Mittelhaardt anzubauen. Mit großer Leidenschaft pflegen wir unsere Weinberge und veredeln die Ernte mit viel Liebe zu unseren bekannten Qualitätsweinen.

Als größte eigenständige Genossenschaft der Pfalz (im Unternehmensverbund Deutsches Weintor eG) sind wir uns der Vorteile unseres Terroirs und der über 100-jährigen Geschichte unserer Weintradition bewusst.

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Gleichzeitig beschreitet „Die Weinmacher GmbH” erfolgreich neue Wege. Beispielsweise mit den Premium Linien „Charactere” und „!Vin – Top of wine”. Exportorientierte Kontakte bestehen in die USA, seit 2008 auch nach Fernost.
„Innovation und Persönlichkeit stehen bei uns an erster Stelle”. „Wir möchten unseren Kunden das Gefühl geben, dass bei den Weinmachern immer noch der persönliche Kontakt, das anregende Miteinander im Vordergrund stehen. Jeder Gast soll sich gut beraten fühlen.”

Bei der Kellerführung wurden wir von der Abladehalle über Kelteranlage in verschiedene Hallen geführt wo Großtanks lagern aber auch schöne kleine Holzkeller mit tollen Grundweinen die dort noch in den Fässern liegen.

 

Das perfekte Zusammenspiel von engagierten Winzern, Weinanbau auf höchstem Niveau und modernster Kellertechnik

bringen hier tolle Weine hervor.

 

Ein großer Teil der Weine sind sogenannte Mainstream-Weine .

 

Aber es liegen auch tolle Weine in den Fässern die locker mit jedem guten Weingutswein mithalten können.

 

Mehr sieht man dann bei der Probe der Weine. Vom einfachen Müller-Thurgau bis zum Riesling "Unerhört"

 

 

Wir waren beeindrucht von der Vielfalt der Sorten und von der hohen Qualität der Weine und Sekte.

 

Es ist für einen Kellermeister nicht einfach Weine bei solchen Mengen sauber, frisch und ansprechend in die Flasche zu bringen.

 

Mich freute es besonders zu sehen wie auch mit der Lagerung in Holz gearbeitet wird und welch hoher Qualitätsstandard da vorhanden ist.

 

Leider haben die Genossenschaften immer noch eine Imageproblem mit der Preisgestaltung und dem Absatz an die LEH.

 

Meine holländischen Begleiter schilderten auch die Problematik mit deutschen Weinen über 10,00 Euro die in Holland kaum Absatz finden.

Mein Respect zum folgenden Wein:

Unerhoert Riesling Spätlese "Spontan" trocken 2013

 


Weisswein /  Deutschland - Pfalz - Rupperstberger Reiterpfad / Unerhoert

 

 


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Der Unerhoert Riesling Spätlese "Spontan" trocken wird in der Zeitschrift Wein+Markt wie folgt beschrieben: "Verdammt, ist der gut! Aber was hat der?" Ein Pfälzer Riesling aus reifem Lesegut, mit viel Aufwand erzeugt, vom Holz geküsst und jeden einzelnen Euro wert. Und darüber hinaus mit der Charakterstärke eines Polizeipferdes ausgestattet - Respekt einflößend, schön und durch nichts zu erschüttern. Aber leider ebenso rar."

Die Unerhoert Riesling Spätlese "Spontan" trocken 2013 leuchtet hellgelb mit goldenen Reflexen im Glas. Die Nase duftet hocharomatisch nach exotischen Früchten, Jackfrucht, Johannisbeeren, frischer Rhabarber und ein Hauch Litschi. Am Gaumen finden sich stählerne, mineralische, zupackende Aromen die von weichen und schmelzigen Früchten ergänzt werden. Der Abgang ist lange und von cremigen Aromen und einer kristallinen Fruchtsäure geprägt. 

 

 

0,75Ltr.Fl. 18,90 Endverbraucher.

Empfehlung: Kaufen und noch lagern.

 

Herzlichen Dank für das Team um Thomas Münch, die uns bestens betreuten, erklärten und uns beim beladen der Kartons halfen.

 

Nun ging es noch zur dritten Station. Fahrt nach Kirchheim entlang der Weinstrasse.

Hier zu Besuch im Weingut Hammel & Cie.

Freundlich empfangen von Christoph Hammel das "Werbegesicht" vom Weingut Hammel

Das Weingut Hammel in Kirch­heim in der Pfalz befin­det sich seit 1723 in Fami­lien­besitz. Die Brüder Martin und Christoph Hammel betrei­ben das Wein­gut an der his­tori­schen Deutschen Wein­strasse in der 8. Gene­ra­tion. Die Wein­berge des Gutes, mit klassischem Bund­sand­stein­keller, liegen um den Dorf­kern der 1200 Jahre alten Wein­bau­gemeinde. Geprägt durch Region, täg­liche Arbeit im Wein­berg und Keller sowie leben­dige Freu­de an der Pfäl­zer Lebens­art, ent­ste­hen charak­ter­volle Weine, die den Bogen von der Tra­di­tion in die Moderne schmeck­bar werden las­sen.

 

In einem rund 90 minütigen Rundgang durch die Produktionsstätte des Weingutes wurden wir von dem Herzblut von Christoph Hammel geradezu angesteckt.

Ob den Anbau im Weinberg, die Weinlese mit Uhrzeiten, die Pressung, Maischestandzeiten, Hefezusätzen, Gärungen, Fassausbau und Umlagerungen. Wir wurden komplett in die "Weinmaterie" eingewiesen.

42 ha eigene Weinberge, circa 62 Hektar insgesamt, davon ca. 40% blaue Trauben, werden heute bewirtschaftet und ausgebaut. Dazu zählen z.B. Riesling, Müller-Thurgau, Grauburgunder, Weißburgunder, Chardonnay, Kerner, Scheurebe, Silvaner, Dornfelder, Portugieser, Spätburgunder und Saint Laurent. Aus der Kombination von Erfahrungen, die Christoph Hammel in Südafrika gesammelt hat, und der traditionellen Weinbereitung heraus ist der mediterrane Stil der Rosé- und Rotweine zu erklären. Ausschließlich klassische Maischegärung für Rotweine, am besten mit dezentem Holzeinsatz. Bei den Weißweinen hängt das Herz klar am klassischen Pfälzer Rieslingprofil. Durch die kalkhaltigen Böden des Rheingrabens erleben die Weißweine allen voran der Riesling, eine besondere Aromafülle. Der Ausbau der Weine in einer Kombination von Holz und Stahl, ist zur Philosophie des Hauses geworden.

Die harmonische Kombination aus Tradition und Moderne ist klares oenologisches Leitmotiv. Topmoderne Gärung gepaart mit ruhevoll langer Hefelager und dem kompletten Verzicht auf wie immer geartete Weinbehandlung, bringen Weißweine mit teils exotischer Frucht und doch traditionellem gebietstypisch feinem Schmelz.  

Zum Abschluss noch eine Weinprobe. 12 Weine öffnete Christoph Hammel bis zu seinem Spitzenprodukt eines Spätburgunders.

Wir waren total begeistert von einem Weinmacher der seine eigene Philosophie lebt.

Zum Abschluss möchte ich noch etwas zu seinem Müller-Thurgau anmerken:

Müller-Thurgau eine Rebsorte die es in der Pfalz nicht leicht hat. Über Jahrzehnte wurde dieser Wein vernachlässigt und als ein "Massenträger" hingestellt.

Christoph Hammel hat sich dieser Rebsorte angenommen und im Holzfass mit ausgebaut.

 

Herausgekommen ist ein Wein wie ich ihn noch nie von dieser Rebsorte getrunken haben.

 

Unheimlich viel Potential. Grandiose Frucht............Zum Teil einfach unbeschreiblich.

 

Dieser Müller-Thurgau zeigt eine berauschende Nase mit Aromen von Stachelbeeren, Mango, Cassis, Grapefruit, Litschi, Apfel, Kräuterwiese und florale Akzente. Am Gaumen knackig, frisch, dichte Frucht, zarte Würze, vielschichtig, mineralische Akzente, zupackende Eleganz, betörendes Spiel, feinster Schmelz, trinkig ohne Ende und ein sehr langer Nachhall.

 

Kaufen, lagern oder auch gleich trinken........................Für 9,50 Euro dauert es sicherlich bis sich ein Markt für diesen Wein findet. Aber wer ihn einmal getrunken hat, kauft ihn sicherlich wieder.

 

Wir kauften noch einige Karton Wein und fuhren wieder zurück an die Südliche Weinstrasse.

 

Fazit: Die Holländer waren von der Tagestour total begeistert.

 

Zuerst in einem Weingut das Sekt ausbaut als wären es "Champagner".

 

Danach in eine Genossenschaft.

Die Tanks dort in der grössten Genossenschaft in Deutschland ( Weinmacher/ Weintor) waren für sie total beeindruckend.

Noch mehr beeindruckte dass beim Anzapfen in den Tanks auch noch Spitzenriesling im QBA Bereich rauskam.

Und vor allen die hohe Qualität der Weine die zu probieren waren.

 

Das traditionelle Weingut Hammel war für die Gäste eine Weinreise wie sie es noch nie kannten.

Die Philosophie des Weinmachers dort beeindruckte sie gewaltig.

 

Zum Abschluss bereiteten wir den Tag abends noch auf in der Weinstube Christmann in St. Martin.

 

Es war ein toller Abschluss bei schönen Weinen und einem tollen Pfälzer Rumpsteak.

 

Ich bin mir sicher, das da einige Bestellungen nach Holland eingehen werden und der Pfalzwein damit noch stärker

in einen guten "Absatzkanal" fliesst.