WASGAU Weinmesse Kaiserslautern am 24.10.2015

Zu Besuch auf der Weinmesse.

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3. WASGAU Weinmesse


Die WASGAU Weinmesse zählt zu den Weinhighlights im Oktober. Über 300 Weine aus der Pfalz, Rheinhessen und von der Mosel können in angenehmer Atmosphäre verkostet werden.


Zudem präsentieren sich Spitzenweingüter aus Italien, Frankreich und Spanien.


Die Messe zeigte 81 Austeller laut Programm.

 

Davon die Verpflegungsstände und die Logistik abgezogen waren es noch rund 60 Winzer und Weinhandlungen die vor Ort vertreten waren.

 

Dies überwiegend aus der Pfalz, etwas Rheinhessen, viel Spanien und zwei Aussteller aus Frankreich (Elsaß und Champagne).

 

Die Eintrittskarten lagen bei 16,00 (Vorverkauf) bis 20,00 Euro pro Person.

 

Wir haben cirka 40 Stände aufgesucht und berichten von Proben an 15 Ständen.

 

Nach einem lockeren Rundgang durch die Halle zwecks Orientierung, begannen wir mit Champagner "Auge" aus Coulommes-la-Montagne.


Die beiden angeboten Champagner Brut Traditionnel und Brut Rose waren sehr ansprechend.

Überrascht hat uns der Rose Brut. Viel Frucht, kein Bonbongeschmack.

 

Weiter ging es zum Stand aus dem Elsaß.

Cave Vinicole de Hunawihr

Hier gefiel uns der Cremant Calixte Rose zum Preis von 9,99 Euro sehr gut.

Tolle Frucht und Beerenaroma.

 

Wir besuchten dann das Weingut Motzenbäcker wo wir einen 2014er MARIE Riesling & Weissburgunder probierten.

Schönes Aroma, wenig Säure, fruchtig. Preis 14,90 Euro

 

Beim Weingut Anselmann trafen wir den Chef des Hauses und damit meinen Weinbruder.

Nach einem kurzen Gespräch probierten wir noch einen Sauvignon Blanc, der sich mit schöner Frucht und Holunderblütenaroma zeigte.

 

Beim Weingut Bernhard Koch aus Hainfeld waren der Pinot Noir Herrenbuckel trocken und der 2014er Chardonnay Reserve, trocken zwei herausragende Weine.

 

Das Weingut Metzger bot sechs Weine zum probieren an. Hier war für mich der Gelbe Muskateller und das schwarze Cuvee trocken die überzeugende Weine.

 

Das Weingut Mosbacher ist ja für mich eines der Topweinmacher im Rieslingbereich. Und die beiden probierten Rieslinge bestätigten dies erneut.

 

Zu Friedrich Becker gibt es nicht viel zu sagen. Der Name steht einfach für Qualität. Riesling Muschelkalk und Spätburgunder Kalkgestein waren einfach Spitze.

 

Beim Weingut Messmer gefiel mir der Muskateller feinherb der als VDP Ortswein dort im verkauf ist.

 

Beim Weingut Weegmüller fehlte mir die Scheurebe. Dafür Herrenletten Alte reben Grauer Burgunder und das 2014er Cuvee Fleur. Beides tolle Produkte.

 

Das Weingut Emil Bauer und Söhne zeigte mit dem 2013er Cuvee Noir DRUNK trocken und mit einem Muskateller feinherb eine sehr gute Qualität.

 

Von Forst war noch das Weingut Spindler vertreten. Hier Erste lage Riesling trocken und Grosse Lage Ungeheuer einfach zwei Riesling mit viel Ausdruckskraft. Beide Weine sind noch zu frisch zum trinken. Kann man sicherlich noch einige Jahre gut lagern.

 

Sekt gab es auch beim Sekt-/und Weingut Winterling, Hier gefiel uns besonders der Pinot Cremant Pfalz Brut. Für 11,50 Euro die Flasche ein gutes Preis-/u. Leistungsverhältnis.

 

Beim Weinhandel Mionetto probierten wir noch einen MO Sergio Rose und den Mionetto Prosecco DOC Brut. Beides keine Getränke für mich. Aber die Linie ist in und hat ihren Markt.

 

Herausheben möchte ich die Weine von Tina Pfaffmann. Nicht nur das die Chefin selbst hinter der Theke stand und fachkundig den Besuchern die fragen beantwortete, nein sie hat mittlerweile eine tolle Kollektion an Weinen aufgebaut.

Ich als Fan von Muskateller war absolut von dem dort ausgeschenkten überzeugt.


Beim Besuch der Stände von Weingutes Faubel und des Weingutes Dengler-Seyler (beide Maikammer) gefielen uns bei beiden die Rieslinge.


Faubel hat dafür seit Jahren einen Namen und Dengler-Seyler ist für mich mittlerweile auch in die Top-Erzeuger aufgestiegen.

Weinbruder Ralf Anselmann. Eines der grössten Weingüter in der Südpfalz / Edesheim.

Fazit zur Messe:


Die Organisation zur Messe ist hervorragend. Herr Woll von der Fa. Wasgau hat ein Gespühr für den Weinmarkt und bringt immer wieder neue Weingüter regional verschieden in die Märkte ein. Die Stammweingüter bleiben als Hauptstütze und dies wirkt sich für den Kundeneinkauf positiv aus.


Leider mußte ich in diesem jahr feststellen, dass immer mehr Endverbraucher zur Messe kommen und völlig durcheinander Weine, Sekte und Edelbrände probieren.


Ebenso stehen manche immer wieder nur an den Verpflegungsständen. Andere belegen die einzelnen Tische stundenweise und holen sich immer nur Wein und Speisen an die Tische.


Dies zu entzerren ist sicherlich nicht einfach.


Nur für den echten Weinliebhaber und Weinkenner der sich gerne fachlich am Stand unterhält wirkt sich dies nachteilig aus.


Schade fand ich auch, dass viele Weingüter nicht mit den Besitzern oder den "Weinmachern" vor Ort waren. Zum Teil konnten die Angestellten Fachfragen zu den Weinen überhaupt nich beantworten.


Trotzdem bin ich gerne wieder bei der nächsten Messe dabei.


Und das Verkaufskonzept von Wasgau in den Märkten ist auf jeden Fall stimmig und läuft.


Gefreut hat es mich auch die bisherige Deutsche Weinkönigin aus Bad Dürkheim "Janina Huhn" zu treffen. Als alter

"Derkemer" kenne ich ich sie noch als Kleinkind und mit ihrem Vater und Opa habe ich schon einige Schoppen auf dem Wurstmarkt verzehrt.