SCHNEIDER Ellerstadt

Markus Schneider       "Der Weinmacher"

Der Mann der den deutschen Wein einem jungen Publikum zugänglich gemacht hat.

 

Stand 07/2015

Vorab:

 

Ich kenne Markus Schneider seit 1992.

 

Da war er in der Ausbildung beim Weingut Bürklin-Wolf.

 

Ich wohnte bis 2007 in Bad Dürkheim und somit nur rund 9 Kilometer Luftlinie von seinem Wohnort entfernt.

 

Seit all den Jahren beobachte ich den "Aufstieg", das Marketing und vor allem jährlich seine Weine, die ich mir immer wieder kaufte und probierte.

 

Markus Schneider arbeitet mit einer ungeheuren Akribie an den Weinen und geht seinen eigenen Weg.

 

Auf jegliche Teilnahme an Prämierungen ob Landes- / oder Bundesweinprämierungen verzichtet er seit jeher.

 

Er hat sich international einen Namen gemacht und vor allem dem deutschen Rotwein mit den Weg im Ausland geöffnet.

 

Vor allem ist aber stets ein junges Publikum da, dass seine Weine liebt und schätzt.

 

Der Einstieg bei "Sansibar" sehe ich als seinen großen Durchbruch.

 

Für mich einer der grossen Weinmacher in Deutschland.

 

Ein natürlicher einfacher Familienmensch.

 

Wer in kennt, weis ,dass es ein Mann ist bestimmend seinen Weg geht und er ist "bodengeerdet".

 

Im zur Seite steht die Familie und eine Frau die sich ebenso voll mit dem Betrieb identifiziert.

 

Ich bin mir sicher auch in den nächsten Jahren noch viel von ihm und den "Schneider Weinen" zu hören.

 

Bild oben entand bei einem Rundgang durch das neue Lager / Fasskeller und die Abfüllanlage im Juni 2015.

 

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Untenstehend verwende ich Texte die mehrfach im Internet verbreitet sind und ich selbst nur änderte, einfügte und neu bearbeitete.

 

Stichpunkte:

 

  • 2003: Newcomer des Jahres – Der Feinschmecker
  • 2006: Entdeckung des Jahres – „Gault Millau WeinGuide Deutschland“
  • seit 2006: 4 Sterne im „Eichelmann. Deutschlands Weine“; („Hervorragender Erzeuger“)[9]
  • seit 2007: 3 Trauben im „Gault Millau WeinGuide Deutschland“; („Sehr guter Erzeuger, der seit Jahren konstant hohe Qualität liefert.“)
  • Im Jahr 2013 erhielt Markus Schneider als Preisträger im Rahmen der renommierten MEININGER AWARDS den Titel „Unternehmer des Jahres“ - eine Auszeichnung, die den unternehmerischen Mut und den beispielhaften Erfolg Markus Schneiders würdigt.

Unentschlossenheit war seine Sache nie. Mit 14 Jahren ist Schneider klar: Winzer will er werden.

 

Ein Jahr später beginnt seine Lehre im nahegelegenen Wachenheim beim Traditionsgut Dr. Bürklin-Wolf, einem der Aushängeschilder deutscher Weinbaukunst.

 

1994 produziert er den ersten Wein unter eigener Regie. Seine Eltern vertrauen ihm 30.000 Mark ihrer Ersparnisse an. „Anfangs haben nur die Beiden an meine Idee und an mich geglaubt und mit einem Hektar ging es 1994 los“, erinnert sich Schneider. Heute werden seine Weine weltweit getrunken und er hat sich mit 92 Hektar Rebfläche unter den größten Winemakern Deutschlands etabliert.

Fuchsmantel

Mit seinen 39 Jahren strahlt Schneider eine für dieses Alter ungewöhnlich souveräne Gelassenheit aus. Er ist am Boden geblieben – trotz eines Erfolgs, der andere längst hätte abheben lassen. Einbildung ist seine Sache nicht. Schneider ist ganz der ‚Pälzer Bu’ aus dem 2400 Seelenörtchen Ellerstadt geblieben – bodenständig, fast könnte man sagen: mit seiner Scholle verhaftet, die ihm so viele außergewöhnliche Weine beschert.


Inmitten der Einzellage Kirchenstück in Ellerstadt arbeitet Markus Schneider. Mit Blick auf die nahegelegene Kirche, die Weinberge und das dahintergelegene Haardtgebirge, so findet Markus Schneider, geht das besonders gut.

Die Natur stellt Markus Schneider immer wieder vor neuen Aufgaben und Herausforderungen. Viele Jahre waren nötig, um die einzelnen Weinberge zu verstehen, damit heute die richtigen Handgriffe zum optimalen Zeitpunkt durchgeführt werden können. Jede Parzellen wird unabhängig von der Größe der Gesamtrebfläche und dem oft anfallenden Berg von Arbeiten als ein Einzelnes gesehen.

Täglich arbeitet Markus Schneider und sein Team in den Weinbergen, gleichzeitig lebt er gemeinsam mit seinen Kindern und seiner Familie mitten darin, deshalb hat sein Betrieb bereits vor etlichen Jahren einen Umkehrschwung vollzogen.

 

Raus mit dem Herbizid und dafür eine sorgfältige Unterstockbearbeitung, her mit den Pheromonampullen und Fallen. Nur noch organischer Dünger, und damit gemeinsam mit Einsaaten verschiedener Gräser und Kräuter für die Kraftzufuhr des Weinbergs zu sorgen. Markus Schneider wollte den Pflanzenschutz auf ein Minimum reduzieren und mit Pflanzenextrakten die Reben gegen allerlei Krankheiten stärken.

 

Damit, so meint Markus Schneider heute, hat er für das Gut den optimalen Weg gefunden.

 

Die Rebparzellen von Markus Schneider befinden sich in der Ebene rings um Ellerstadt und reichen von dort bis an die Hohenzüge der Haardt. Wenn im Tal heiße Temperaturen von bis zu 38° C die Trauben im August zur physiologischen Reife treiben, geht am Haardtrand, mit seiner frühen Beschattung, den kühlen Böden und Winden, alles ganz langsam...

 

Auf insgesamt etwas über 90 Hektar in eigenen und gepachteten Weingärten erntet Markus Schneider die Trauben für Black Print und Co.

 

Die gesamte Familie lebt und arbeitet gemeinsam auf dem Gut mit der Schneider Persönlichkeit, die ein Teil von allem ist, steht die Familie für jede Flasche Wein, hinter der und auf der der Name Schneider steht.

Den heimischen autochthonen Rebsorten gefällt es bei Markus Schneider genau so gut, wie den zugereisten aus der alten und der neuen Welt. Markus Schneider sucht, wie schon Generationen vor ihm, für jede einzelne die beste Lage aus und stellt sie vorzugsweise dahin, wo sie optimal reifen.

Markus Schneider findet zwar, dass Riesling oder Sauvignon Blanc gerne allein bleiben (wie er auch ab und an), aber St. Laurent, Cabernet Franc und Merlot doch gut zusammen passen.

 

So prägte sich in den vergangenen Jahren, nach und nach, der Markus Schneider Stil.

Der Faktor Zeit beherrscht den gesamten Arbeitstag. Kann es während der Ernte nicht schnell genug gehen, um alle Trauben hochreif, aber auch kern--- in unser Kelterhaus zu bringen, so lässt sich Markus Schneider danach viel Zeit mit allen Schritten und arbeitet ganz behutsam von der Pressung bis zur finalen Füllung.


Sicherlich war es nie Markus Schneiders Ziel den deutschen Weinbau zu revolutionieren (wie das der ein oder andere zu meinen glaubt).

 

Aber im „Land der Ideen“ hat Markus Schneider seinen Ideen einfach freien Lauf gelassen. Entstanden sind Namen wie Tohuwabohu oder Ursprung und die Weine, die dahinterstehen, jeder mit einer kleinen Geschichte. Unbedarft, ganz ohne Marketingplan und großem Werbebudget, hat Markus Schneider einfach das gemacht, was ihm in den Kopf kam und gefiel und das gefällt, zum Glück, nicht nur Markus Schneider selbst.

Fakten rund um Markus Schneider:
Inhaber: Familie Schneider
Rebfläche: cirka 90 Hektar
Rebflächenverteilung: 50 % weiß, 50% rot
Rebsorten weiß: Riesling, Weißburgunder, Grauburgunder, Chardonnay, Sauvignon Blanc, Viognier
Rebsorten rot: Spätburgunder, Merlot, St. Laurent, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Portugieser
durchschnittlicher Hektarertrag: 60 hl/ha
durchschnittliche Jahresproduktion: 800.000 Flaschen

 

 


Bereits 2003 wurde er zum "Newcomer" vom FEINSCHMECKER gekürt, 2006 feiert der GAULT MILLAU - Wein Guide Markus Schneider als seine "Entdeckung des Jahres", und als "Junger Wilder" gestartete Pfälzer Markus Schneider hat Rotwein-Marken wie Ursprung, Einzelstück, Black Print oder Steinsatz etabliert.

Der Stil Markus Schneiders gründet sich vor allem auf die Cuvèe-Vorbilder sind etwa die Bordelaiser Chteaux Lynch Bages und Ducru Beaucaillou. Markus Schneider kombiniert dabei die kühleren, höher gelegenen Terroirs in Richtung Haardtrand mit den eher wärmeren aus der Ebene rund um Ellerstadt: ein idealer Mix aus Finesse und Kraft!

Das schätzt auch der befreundete Winzer Dirk van der Niepoort: "Markus Schneider schafft es, Weine zu machen, die konzentriert sind und doch noch Frische haben. Er sucht auch mehr und mehr das Mineralische und nicht die kitschige Frucht."

Im Keller arbeitet Markus Schneider traditionell, nach dem Prinzip des "weniger ist mehr". Maischegärung und lange Standzeiten sind bei den Roten obligatorisch. Dafür muss der Weinberg im Gleichgewicht sein, spät und per Hand gelesen werden, bei niedrigen Erträgen. Dann wird schonend abgepresst und der Wein ohne Eingriffe von außen im Holzfass ausgebaut. Die Weißen bleiben bis kurz vor der Füllung auf der Feinhefe, um die Struktur und die Aromenbildung weiter zu fördern.

Markus Schneider glaubt an das Terroir. Denn unter der lehmigen Erdoberfläche rund um Ellerstadt - etwa beim Kirchenstück - verbergen sich tiefgründige, facettenreiche geologische Formationen, die so manchem unscheinbaren Weinberg Spitzenstatus verleihen. Allerdings fühlt er sich insgesamt mehr dem jeweiligen Bodentyp als einer Einzellage verpflichtet, die oft auch ein Konglomerat aus verschiedenen Formationen und Schichtungen sein kann.

Kein Zweifel, wer heutzutage vom Pfälzer Wein spricht, kommt um den Namen Markus Schneider - und Ellerstadt - nicht mehr herum. Dabei hat das moderne Wein-Märchen vom tapferen Schneiderlein gerade erst angefangen...

Die Weinberge von Markus Schneider
Aus Lehm, Schotter, Kies, Sand, Löß, Buntsandstein und Kalksteinfels bestehen die Böden der unterschiedlichen Rebparzellen, die sich sanft gewellt aus der Ebene um Ellerstadt bis hin zum schroffen Haardtrand ziehen.

Eine höchst seltene geologische Vielfalt im Zusammenspiel mit der Sommerhitze des Tages und der Kühle der Nächte sind Grundlage für eine unglaubliche Fülle der Aromen, Kraft und Reife, Eleganz und Mineralität.

Um das gesamte Potential der verschiedenen Rebparzellen ideal zu nutzen und Ihre Eigenheiten herauszuarbeiten, ist eine Verbundenheit von Natur und Winzer unablässig.

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Zehn Millionen Euro hat Weinmacher Markus Schneider in sein neues Wirtschaftsgebäude investiert. Es handelt sich hierbei nicht um eine schlichte Winzerhalle, vielmehr ist hier eine „Weinkathedrale“ von internationaler Größe und Klasse entstanden. Zwei Jahre wurde an dem mächtigen 120 Meter langen, elfeinhalb Meter hohen, dunkelgrauen Quader gebaut. Damit das mächtige Gebäude die Umgebung nicht dominiert, wurde es fünf Meter tief in die Erde gesetzt, dies ist zugleich für das kühle Klima im Fasskeller hilfreich. Ein Einschnitt in der Längsachse mindert die Wucht des Gebäudes und eröffnete die Möglichkeit ein wunderschönes Loft mit anschließender Showküche in die Architektur einzugliedern. Betritt man den Barriquefasskeller, kommt man, angesichts der 1600 Fässer die auf Edelstahlregalen lagern, aus dem Staunen nicht mehr heraus. Abfüllhalle, Tank- und Flaschenlager erwecken den Eindruck von großen Flugzeughallen.

 

Zur Einweihung des Neubaus lud Markus Schneider an drei Samstagen im Juli seine Gäste und Kunden zur Verkostung seiner aktuellen Weinkollektion ein. Er führte persönlich durch das gesamte Ensemble mit allen neuen Gebäuden und Kellern. „Vor dem Neubau konnten wir nur so viel Flaschen füllen, wie wir lagern konnten“, erzählt Markus Schneider. „Mit den neuen Kapazitäten, können wir nun auch für unsere Kunden, wie z.B. die Sansibar auf Sylt, Bestellungen vorhalten, die der Kunde selbst gar nicht lagern kann.“_______________________________________________________